Eigentlich verrät es ja schon das Y in seinem Namen, aber spätestens, wenn man seinen Akzent hört, weiß man, dass Ybarra seine Wurzeln in Sevilla hat, wohin viele Basken – daher stammt nämlich der Familienname Ibarra – während des 19. Jahrhunderts auswanderten. Sie gehörten zu den ersten, die in Sevilla verschiedene Industriezweige aufbauten, und weiter im Süden in Huelva und Cádiz gründeten sie Fischereiunternehmen. Die erste „Feria de Abril“ in Sevilla im Jahr 1846 wurde von einem Ibarra, dem Urgroßvater Marcos, gemeinsam mit einem Katalanen ins Leben gerufen – eine beachtliche Tatsache, die nicht vergessen werden sollte.

Marcos Ybarra kam nach Palma, um einen Ableger der Firma City Sightseeing zu gründen. Zunächst war geplant, ein Jahr hier zu bleiben. Das Unternehmen lief aber so gut, dass Marcos ganz auf die Insel zog. Seit fünfzehn Jahren lebt er nun hier, und seine unternehmerischen Wurzeln (das Familienunternehmen Ybarra ist auch bekannt für die Herstellung von Mayonnaise, Öle, Saucen, Oliven, etc.) motivierten ihn, das Unternehmen immer mehr auszubauen. Die Touristenbusse hatten Zukunft, das sah auch sein Bruder Enrique, der die Idee hatte, verschiedene Firmen in anderen Städten unter ein und demselben Namen zusammen zu fassen.

Die 1999 in Sevilla gegründete Firma City Sightseeing gibt es nun in dreizehn spanischen Städten (Antequera, Arrecife, Barcelona, Benalmádena, Cádiz, Córdoba, Jerez, Las Palmas, Málaga, Palma, Santander, Sevilla und Toledo). Sie ist vorwiegend im Süden des Landes vertreten, ist aber weltweit das größte Unternehmen mit Doppeldeckerbussen, das bislang um die 14 Millionen Gäste zu mehr als 100 Zielen in 30 Ländern weltweit transportiert hat (New York, Rom, Berlin und viele mehr). Mit der Erweiterung des Unternehmens kamen auch andere Transportmittel hinzu, wie Schiffe, Panoramazüge und geführte Besichtigungen zu Fuß. Marcos bekräftigt, dass Palma nicht eines von vielen Zielen ist, sondern das Kronjuwel des Unternehmens und darüber hinaus ein wunderbares Versuchsfeld für neue Projekte.

–Funktioniert City Sightseeing an allen Standorten gleich?
–Was das Know-how anbelangt, ja, aber der Betrieb funktioniert an jedem Standort unabhängig bzw. über Franchising.
 
–Arbeiten Sie daran, umweltfreundlichere Busse einzusetzen?
–Ja, wir waren gemeinsam mit Univ und Denis Vorreiter bei der Entwicklung von Tourismusbussen mit Hybridtechnik. Um auf Null Emissionen zu kommen, brauchen wir noch ein paar Jahre, denn es handelt sich um schwere Fahrzeuge, die viele Stunden täglich unterwegs sind.

–War Mallorca eines unter vielen Zielen oder gab es hier besondere Kriterien?
–Mallorca gehört zu den wichtigsten Grundlagen der heutigen Firma. Es ist unser Versuchslabor. Was hier funktioniert, führen wir auch an anderen Standorten ein. Ich habe großen Respekt vor den mallorquinischen Unternehmern, von denen ich viel gelernt habe. Ich sage immer, meinen Master habe ich dadurch erlangt, dass ich mit Mallorquinern Geschäfte gemacht habe. Er lacht.

–Sie waren Mitbegründer von Scalpers, aber ich glaube, heute sind Sie nicht mehr beteiligt. Erzählen Sie uns ein bisschen von dieser Erfahrung.
–Ich trage zwar keine Verantwortung mehr, bin aber immer noch mit der Firma verbunden. Es ist das schönste unternehmerische Abenteuer, das ich je unternommen habe. So ein Projekt mit Freunden, die wie eine Familie für einen sind, voranzutreiben und auch noch erfolgreich damit zu sein, ist ein großes Glück. Natürlich gab es wie bei allen Projekten gute und nicht so gute Momente. Ich habe viel dazugelernt.

–Vor einigen Jahren gehörten Sie zu den Gesichtern, die eine Kampagne der Organisation RANA repräsentierten. Wie war diese Erfahrung für Sie?
–Es war eine besondere und in hohem Maße erfüllende Erfahrung. Zwei Freunde und ich beschlossen, RANA zu unterstützen, um deren großartige und wichtige Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Mitarbeiter dieser Stiftung bringen einen ganz besonderen Einsatz, um ein Übel unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Wir müssen noch sensibler mit dem Thema des Missbrauchs Minderjähriger umgehen. 

–Wie sehen Sie als Kenner der Tourismusbranche die aktuelle Situation auf Mallorca?
–Sehr positiv – aber man muss bedenken, dass viele hierher kommen, weil es woanders zu unsicher geworden ist. Um dem entgegenzuwirken, müssen wir die Angebote für Touristen im Bereich Kultur, Mobilität und Infrastruktur weiter verbessern. Wir sollten größere Veranstaltungen fördern und ins Leben rufen und sowohl Bürgern als auch Gästen Anreize bieten, hinauszugehen. Nur so wird eine Stadt lebendig und attraktiv. Die schöne Weihnachtsbeleuchtung im Dezember und die Kunstnacht Nit del Art sind zwei Beispiele dafür. Qualität, Nachhaltigkeit und saisonale Unabhängigkeit spielen selbstverständlich auch eine Rolle.

–Was denken Sie über die Kritik am Tourismus und der Flut an Kreuzfahrtschiffen?
–Ich schäme mich fremd. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass hier alle direkt oder indirekt vom Tourismus leben. Der Tourismus ist etwas positives, bei dem Bürger und Gäste sich gegenseitig kulturell bereichern. Können Sie sich Mallorca mit Schwerindustrie vorstellen? Das wäre doch wirklich hässlich und umweltschädlich! Was die Kreuzfahrtschiffe anbelangt, so ist Palma damit nicht übersättigt, es ist nur so, dass durch die Ankunft der Schiffe gewisse Bereiche der Stadt überfüllt sind, beispielsweise rund um die Kathedrale, den Paseo del Borne oder Plaza Mayor. Aber es gibt andere, wunderschöne Orte der Stadt, wo kein Mensch ist, beispielsweise am Plaza San Francisco. Wir müssen also anfangen, die Touristenströme besser zu leiten. Hier könnten schnelle Maßnahmen ergriffen werden – alle wären zufrieden, und die kleineren Läden würden davon profitieren.

–Arbeiten Sie gerade an neuen Projekten?
–Ja, ich entwickle gerade eine Anwendung, die die Leistung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter der Unternehmen verbessern soll. Außerdem bin ich dabei, eine neue Hotelmarke zu gründen – Patio Hoteles. 

Bei einem persönlichen Gespräch am Rande des Interviews erzählt Marcos uns, dass er sich in Palma normalerweise mit dem E-Bike fortbewegt, dass seine Lieblingsserien The Leftovers und The Man in the High Castle sind, dass er seinen Urlaub auf den Balearen oder in Cádiz verbringt, und dass er derzeit Single ist.

Vino a montar la delegación de la empresa Cittysightseeing en Palma con un plan de estar un año y el proyecto tomó tal desarrollo que ahora es punta de lanza del negocio y Marcos se trasladó definitivamente a la isla, donde lleva ya 15 años. De familia empresarial (les suena la mayonesa Ybarra, o los aceites, salsas, aceitunas, etc., del mismo nombre) quisieron diversificar y los autobuses turísticos era un más que interesante plan de futuro. Su hermano Enrique tuvo la idea de unir a diferentes operadores de distintas ciudades bajo una misma marca.
Así que lo que nació en Sevilla en 1999 -Cittysightseeing- está ahora en 13 ciudades españolas (Antequera, Arrecife, Barcelona, Benalmádena, Cádiz, Córdoba, Jerez, Las Palmas, Málaga, Palma, Santander, Sevilla y Toledo) con predominio del sur, pero la compañía es el líder mundial en viajes en autobuses de dos plantas, operando en más de 100 destinos (Nueva York, Roma, Berlín, etc) de más de 30 países alrededor del mundo. Y un pasaje estimado en cerca de 14 millones de usuarios. Con su expansión a lo largo de los años, se han añadido nuevas formas de transporte, como barcos, trenes panorámicos y visitas guiadas a pie. Y nos recalca que Palma no es un destino más, es la joya de la corona y un banco de pruebas magnífico para proyectos

–Citysightseeing sigue un modelo idéntico en todas vuestras sedes?
–En el Know how sí, pero en el modelo de explotación lo hacemos de forma directa o franquiciando.

–Estáis trabajando para conseguir autobuses menos contaminantes?
–Si, hemos sido pioneros junto a Unvi y Denis en crear el primer bus turístico hibrido. Para conseguir el 0 emisiones quedan años son vehículos más pesados y que trabajan más horas.

–¿Fue Mallorca un destino más o tuvo características distintas?
–Mallorca es una parte fundamental de lo que es Citysightseeing hoy día. Es nuestro laboratorio de pruebas. Lo que funciona aquí lo exportamos. Tengo total admiración por los empresarios de Mallorca me han enseñado mucho. Siempre digo que mi máster lo he hecho haciendo negocios con los mallorquines, y eso no es fácil. Rie

–Fuiste fundador de Scalpers, pero creo que ya estás fuera de esa marca. Explícanos esa aventura.
–Aunque ya no tengo responsabilidades en parte sigo vinculado. Es la aventura empresarial mas bonita que hice, es una suerte poder emprender con amigos que son como tu familia y más cuando es caso de éxito. Como en todo negocio hubo momentos buenos y no tan buenos. Aprendí mucho.

–Hace unos años fuiste una de las caras de la campaña de la asociación RANA. ¿Cómo fue tu experiencia?
–De las cosas más gratificantes que hice en mi vida. Nos unimos tres amigos para colaborar con RANA en la comunicación de la gran labor que hacen. Es una fundación con gente increíble que lucha contra una lacra de la sociedad. Debemos ser más conscientes en el tema del abuso a menores.

–Como conocedor del sector turístico, ¿cómo ves el momento de Mallorca?
–Muy bueno pero ha de tener en cuenta que hay mucho turismo prestado. Para retenerlo tenemos que potenciar el turismo cultural, tiene que haber más oferta de movilidad e infraestructura, hay que pujar por grandes eventos o crear alguno, hay que incentivar al ciudadano y al visitante salir a la calle. Eso hace que una ciudad este viva y por lo tanto sea atractiva. Él encendido de luces de Navidad y la Nit del Art son un claro ejemplo. La calidad, sostenibilidad y desestacionalización se da por hecho.

¿–Qué opinas de la turismofobia y de las quejas por la avalancha de cruceros?
–Siento vergüenza ajena. Debemos ser conscientes que el 100% directa o indirectamente vive del turismo. El turismo es algo bueno en el que el ciudadano y el visitante se nutren culturalmente ¿Te imaginas Una Mallorca llena de industria pesada? ¡Qué feo y contaminante sería!
Sobre el tema cruceros, Palma no está saturada lo que está es congestionada. Esos días hay mucha gente en la zona de Catedral, Born y Plaza Mayor pero hay muchas otras zonas, que son un espectaculares, como la plaza San Francisco, donde no hay nadie. Hay que empezar por gestionar los flujos turísticos. Se pueden tomar medidas muy rápidas. Todo el mundo estaría contento y más el pequeño comercio.

–¿Estas involucrado en algún proyecto empresarial nuevo?
–Si, estoy desarrollando una aplicación que mejora el rendimiento/bienestar de los trabajadores de las empresas y lanzando una marca hotelera. Patio Hoteles.

En un plano más personal Marcos, nos comenta que su medio habitual de transporte en Palma es la bicicleta eéctrica. Que sus series favoritas de televisión son The leftovers y el Hombre en el Castillo. Que pasa sus vacaciones entre Baleares y Cádiz. Y que, actualmente, está soltero y sin compromiso. Ahí queda.

  • 3
  •  
  •